Januar 2016: Vorsatz oder Umsetzung

Neujahrsvorsatz Wasser statt Wein?
Neujahrsvorsatz Wasser statt Wein?

Thema des Monats Januar 2016: Vorsatz oder Umsetzung

2016 wird ein sensationell gutes Jahr!

Viel Arbeit, ein hohes Tempo und sehr viel Lernen kündigten sich bereits im Dezember an. Die erste Woche des neuen Jahres bestätigt diese Erfahrung.

 

Jedes Jahr ist einzigartig

Die meisten Jahre gehen für unseren persönlichen Geschmack viel zu schnell vorbei. Zeitzeugen behaupten, mit zunehmendem Alter werden die Jahre sogar immer kürzer.

Umso wichtiger ist es, sie von dem zu befreien, was uns belastet, und besonders mit dem anzureichern, was wir wirklich für uns erreichen und erleben wollen.

 

Der jährliche Neubeginn

Als junge Frau habe ich manchen Neujahrsvorsatz belächelt. Gewichtsreduktionen, Karrierestreben, Hausbaupläne, mit dem Rauchen aufzuhören, waren die häufigsten Selbstversprechen. Als lebenslange Nichtraucherin mochte ich gerade das letzte Beispiel. Zu oft habe ich Kollegen und Freunde rückfällig werden sehen.

Heute geloben wir uns mehr Sport, ausgewogene Ernährung, die uns bestmöglich noch immer schlank hält oder macht, achtsameren Umgang mit unserer Zeit für eine gute Work-Life-Balance, inhaltsreiche Reisen und für einige auch noch immer das Ende der Raucherei.

Sicher hatte ich auch meine eigenen heimlichen Wünsche, die ich jährlich dem Silvesterfeuerwerk hinterher geschickt habe.

Zu diesem Silvester bin ich für den wichtigen Augenblick der Wunschverwirklichung mit Freunden auf die Terrasse im 6. Stock unseres Büro hochgestiegen, um von dort mehr Feuerwerk zu sehen und noch mehr Wünsche loszuschicken.

 

Vorsätze sollen etwas können

Der Impulssatz im VÄJ 101 lautet: “Versprechen, die ich gebe, muss ich halten. Das gilt besonders für Versprechen, die ich mir selbst gebe.”

Mein Wunsch ist sehr einfach und rasch beschrieben: Ich will mich selbst ernst nehmen, indem ich meine Versprechen mir selbst gegenüber einhalte. Die weitere Auskleidung pro Lebensbereich ist müßig. Weniger ist mehr, heißt die Devise. Natürlich kann ich das jetzt auch auf meine Work-Life-Balance oder mein Gewicht beziehen. Also werde ich meine Fitness wieder ernst nehmen und mich an meine eigenen Vorhaben halten.

 

Mein bescheidenes kleines Maß

The Minimalist haben zum 1. Januar eine 10-Punkte-Liste an ihre Abonnenten versendet: Start a blog // … // Read one book per month // Say goodbye to fake friends // …

Punkt 10 “Play the 30-Day Minimalism Game” hatte ich in 2015 bereits hier ausführlich beschrieben. Ich werde es zum 1. Februar 2016 wieder beginnen. Mein Favorit ist jedoch Punkt 9 “Exercise eighteen minutes every day”, denn diese 18 Minuten sind mein Versprechen an mich selbst.

Selbstverständlich schaffe ich deutlich mehr. Statt der Überwindung zu täglich 18 Minuten Sport liegt mir an dieser konkreten Maßeinheit selbst: 18 Minuten sind ein Achtzigstel von 24 Stunden. 18 Minuten entsprechen 1,25% von einem ganzen Tag. Es kostet mich also täglich 1,25% meines Tages, mich selbst ernst zu nehmen.

Wenn mir beim Laufen, Walken, Wandern oder auf dem Crosstrainer weitere Programmpunkte einfallen, wie zum Beispiel statt Wein nur noch Wasser zu trinken, stricke ich sie so klein zusammen, dass ich auch dieses Versprechen mir selbst gegenüber verbindlich halten kann.

18 Minuten täglich. Das schaffe ich.

 

Download PDF

2 thoughts

  1. vorsätze fürs neue jahr haben viele. nicht weniger scheitern damit. woran mag das wohl liegen?
    manche vorhaben lassen sie gemäß den üblichen projektmanagement-regeln umsetzen. also mit konkretem ziel, zeitlich abgegrenzt, eventuell zwischenziel, usw….
    aber was ist mit den anderen, die uns nachhaltig nicht und nicht gelingen wollen?
    ich denke, das hat wirklich was mit wollen zu tun. und der frage: will ich das wirklich? oder ist es nur ein an mich herangetragenes vorhaben? ein “wäre nett”, wenn das vorhaben gelingt.
    Wenn ich es wirklich will, dann mach ich es auch. dann hat es benefits für mich, die ich haben will, die mir gut tun, die mir perspektiven öffnen. jeder anfang ist schwierig, jede veränderung wird hinausgeschoben, die anfangsinvestition ist erforderlich, wird aber reichlich belohnt……

    am ende des textes bleibt für mich nun die frage: was will ich wirklich?

    schönen Arbeitstag,
    roland

    1. Lieber Roland,

      genau: Was will ich wirklich?
      Ich glaube allerdings, dass diese Frage deutlich schwieriger zu beantworten ist, als sich einfach mal ein paar “nice to have” Vorsätze zu basteln, die unterwegs verloren gehen, weil sie – welch Zufall – dann nicht mehr in unseren Hauptplan passen.
      Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Menschen gar nicht wissen, was sie wirklich wollen.
      Genauso überrascht bin ich, dass es mich selbst auch immer wieder einen 2. Blick kostet.

      Dir auch einen schönen Arbeitstag,
      Petra

Comments are closed.