Journal 2015_2 – Zurück in Wien

Morgengedanken
Morgengedanken

Mein Journal – 12. Juli 2015_2

Zurück in Wien. Der Samstag erschien mir erst fast gesprengt von einem mitten-unter-dem-Tag-Flug, der zudem noch 1,75 Std. Verspätung hatte (= 1,75 – ja, das nehme ich genau… ist ja mein Samstag!). Damit wurde die Rückreise ein 5-stündiges Unternehmen. Dominiert hat mich bis Mittag vor allem die Packerei. Wie gut, dass die Fluglinien jetzt für Gepäck extra ‘chargen’. Also konnte nur das Allernotwendigste mitfliegen. Ich hatte mehr mit mir selbst um Konzentration und “Let go” gekämpft, als sauer zu werden.

Fast gesprengt heißt, ich habe mir ein Luxus-Samstag-Rettungsprogramm gegönnt: Entgegen der bisherigen 27 Samstage in 2015 hatte dieser die Besonderheit, mit einem sehr guten Frühstück mit sensationellen Brötchen, Eiern und einer großen Kanne Earl Grey zu beginnen – mit Milch und Honig, versteht sich. Parallel dazu die Arbeit an der Journal-Idee – das war eine ausnehmend gute Kombination in sich und die beste Wiedergutmachung für den fast gekippten freien Tag. Das alles bei moderaten Temperaturen, offenen Terrassentüren und schönstem Sonnenschein.

Der verzögerte Flug mit einem Wartestündchen bereits eingepfercht in der komplett ausgebuchten Maschine wurde gespürt verkürzt von meinem sehr inspirierenden Nachbarn, der auf dem Weg zum Annual meeting of the Society for Molekular Biology and Evolution war, was ich frecherweise auf “Ach, Genforschung…” abgekürzt hatte.

Vom guten Umgang mit der Zeit: Der Tag war voll. Ich hatte sehr viel Spielraum für mich und meine Gedanken. Ich konnte für mich mehrere echte Unterschiede generieren.

Ein insgesamt richtig guter Tag: Viel bewusst genossene und gewidmete Zeit für mich, interessante Gespräch, sehr leichtes Bordgepäck nach der Less=More Methode und als versöhnender Ausklang ein traumhafter Sonnenuntergang auf der Rückfahrt von der Autowerkstatt durch sonnenblumengoldene Felder.

Das faktisch Beste am Tag war, ich habe es vor Mitternacht ins 950 km vom Start entfernte Bett geschafft. Das gelingt mir leider viel zu selten.

 

 

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