Journal_38 – Ich halte Wort: Zeit für ein Update

Journal_innen3_0908Mein Journal – 25. Oktober 2015_38 – Es ist nun an der Zeit für ein Update zum Spatzen in der Hand

In Wahrheit ist es an der Zeit, über den Spatzen in der Hand hinaus einige weitere Updates zu formulieren.

Wo stehe ich mit den Merry-go-Rounds, Teil 1, 2 und 3?

Merry-go-Round Teil, 1: Na ja… Den Spatz in der Hand habe ich abgearbeitet. Die Auswirkungen stelle ich unten vor.

“Wenn Engel reisen” und “Was lange währt, wird endlich gut” sind noch offen. Die reisenden Engel haben weiterhin viel Energie. Das langwährende, endlich Gute bewegt sich wiederum vom Ursprung weg und entwickelt sich zu einem Meta-Thema: Darin verbirgt sich der beständige Sog, bestimmte Lebensfragen so lange herauszufordern, bis sie sich lösen oder eine – vielleicht nur vorerst – befriedigende Auseinandersetzung erlauben. Ein Stück, des “Was lange währt, …” findet sich in den unverzagten Unternehmern. Ein weiteres findet sich in “Einen guten Abschluss finden”.

 

Aus dem Merry-go-Round, Teil 2 drängt noch immer recht laut “Die gute Empfehlung” in mir auf Verarbeitung, Klärung und vor allem Ausformulierung. Im Dezember 2013 wartete ich während des Shirodhara auf die von allen Ayurveda-Erfahrenen versprochenen Wunder. Stattdessen beschwerte sich mein professionelles Rollenverständnis darüber, dass ich nach 20 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Trainer, Coach, Berater noch immer keine Haltung dazu gewonnen habe, wie man gut empfiehlt oder gut empfohlen wird. Dazu mehr in Kürze, denn ich halte Wort.

 

Merry-go-Round, Teil 3 hat mich mit “Die unverzagten Unternehmer” unglaublich gefreut. Viele Jahre habe ich Berufskollegen, Freunde, Verwandte durch die Wellentäler und über die Höhenzüge der Selbständigkeit wandern, teils leiden, manchmal fast verzweifeln sehen. Die Erfolgreichen unter ihnen haben sich durchgesetzt, weil sie entweder wirklich die Kombination zwischen Liebe zum Fach und Liebe zum Menschen in sich spüren und sie ausleben, oder weil sie das Unternehmertum und den absoluten Wachstums- und Vervielfältigungswillen ins Zentrum ihres Strebens stellen.

 

Der Spatz in der Hand hat einen neuen Platz und einen frischen Status errungen. Durch diesen Blog-Post ist mein Ringen um die richtige Entscheidung auffallend verdaulicher geworden.

Zum Spatz in der Hand selbst: Ich bin so klug wie zuvor und stelle noch immer dieselben Fragen  “Wann lohnt sich was?” und “Welche Entscheidung ist die Richtige?”.

Fragen Sie sich, wie die Geschichte um den besagten, mehrfach angefragten Montag im September zu Ende gegangen ist?  Leider nicht zu unserer Zufriedenheit. Doch ich habe viel gelernt und auf jeden Fall richtig entschieden.

Was stand zur Entscheidung? Drei und kurzfristig sogar vier unterschiedliche Themen konkurrierten miteinander um mein Mitwirken:

1. Ein neuer Coachingklient hatte eine sehr lange Anreise und sich für den 28.9. entschieden. Ihn wollte ich unbedingt kennenlernen und vermeiden, ihn für irgendeinen anderen Auftrag verschieben zu müssen. Im Verlauf der terminlichen Annäherung kam die Verschiebung durch ihn selbst auf den nächsten Tag. Unser Kennenlernen und die gemeinsame Arbeit haben sich wirklich gelohnt. Wir haben gut gearbeitet. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!

2. Parallel zu dieser Anfrage bestätigte unser Büro den Termin zur Wettkampfpräsentation bei einem Unternehmen, um dessen Zusage wir seit 6 Jahren kämpfen. Wir hatten mehrfach Mietwagen- und Flugkosten neben der kostenbaren Zeit in unterschiedliche Vorgespräche zu verschiedenen Themen investiert. Jetzt endlich sollte also ein gemeinsames Projekt gelingen. Es ist nicht gelungen. Das Absage-Feedback war schlüssig, wobei die geäußerte Wertschätzung und die Absichtserklärung, wir fänden zu anderen gemeinsamen Projekten, zwar glaubwürdig schien, dann jedoch von der Aussage, wir seien zu professionell und zu marketingorientiert aufgetreten, einen Mix aus Schmunzeln, Ungläubigkeit und Enttäuschung hervorgerufen hat. Diese Präsentation und die mögliche Führungskräfteentwicklung für mehrere Gruppen innerhalb der nächsten 3-5 Jahre war meine Taube auf dem Dach.

3. Den gleichzeitig angefragten Team-Coaching-Workshop im Top Management eines langjährigen Konzernkunden konnten wir beim besten Willen nicht zusagen. Alle von uns alternativ angebotenen Kollegen wurden als nicht passend abgelehnt. Schließlich hat die oberste Führungskraft dieses Manager-Kreises den Auftrag selbst übernommen.

 

Gelernt habe ich in meiner persönlichen Voliere: Finde heraus, was für dich wirklich wichtig ist, was dich zieht und wo du hinwillst. Identifiziere deine wahren Werte, deine Glaubenssätze und vor allem deine eigene Wahrheit. Dann lass’ dich auf dich selbst und deine Entscheidung ein und davon um keinen Preis mehr ablenken. Deine Entschiedenheit steigert deine Vorbereitungsqualität, grenzt Störungen besser ab und hilft fokussieren. Wir waren in der Präsentation gut und konnten abschließend das Absage-Feedback wesentlich besser nachvollziehen und akzeptieren, als zögen wir uns bereits im Vorfeld zurück, weil wir von uns selbst nicht überzeugt wären.

 

Wie geht es weiter mit den Merry-go-Rounds?

Die nächsten Merry-go-Rounds krabbeln bereits aus meinen Taschen und unter dem Sofa hervor: “Bin ich kreditwürdig?” frage ich mich und denke dabei weniger an jüngste Bankerfahrungen, als viel mehr an die Doppelpack-Strategie unserer Lebensmittelketten.

Prozess- und Ergebnisziele wollen voneinander unterschieden werden und finden eine Vorbereitung in “Von weg” oder “Hin zu”? Ziele und ihre Kraft.

Zu guter Letzt wächst gerade in mir “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel”. Dieses Fallbeispiel ist jedoch so groß und in Wirklichkeit Stoff für viele Blog-Posts, so dass ich das Format noch definieren werde.

 

Für diejenigen unter Ihnen, die ein Stück meines Weges auf dieser Seite verfolgt haben: Ich halte mein Wort und arbeite zu Ende, was ich angekündigt habe.

Für diejenigen unter Ihnen, die mich jetzt erst kennenlernen: Ich halte mein Wort und freue mich, wenn ich Sie mich von nun an begleiten.

 

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