September 2015: Vor dem Erntedankfest

Kleidung und ein Dach über dem Kopf
Kleidung und ein Dach über dem Kopf

Wir dürfen teilen und es selbst bei Anstrengung noch als den Auftakt betrachten:

Ich suche Mitstreiter im Üben zum Teilen: Aufmerksamkeit, Handlung und Mitgefühl. Materialeinsatz oder gewidmete Zeit, Energie, Meinungsbildung – es gibt viele Ebenen, auf denen wir uns zeigen können.

 

Minimalism Game hin und her – hier ist Luft entstanden. Noch immer lebe ich im vollen Luxus und Überfluss, während andere genau gar nichts mehr haben.

Laut Wikipedia wird Ende September/Anfang Oktober das Erntedankfest gefeiert. In Europa ist das ein kirchliches Ritual. Wir Europäer haben aus zahllosen Spielfilmen “Thanksgiving” am 4. Novemberdonnerstag längst als den wichtigsten US-Feiertag wahrgenommen. Wir alle kennen Thanksgiving-Szenen mit Familientouch: Die neue Freundin oder der neue Partner werden der Familie vorgestellt. Wenn ein Familienmitglied nicht erscheint, hat das eine starke Aussagekraft. Das Familienoberhaupt schneidet den Truthahn an, lang Vermisste werden wieder aufgenommen und Bedürftige werden als Gäste geladen, und so weiter. Alles dreht sich um Zugehörigkeit, Heimat, Miteinander, Wärme und auch um Teilen.

 

Für mich heißt der September “teilen üben”. Ich konnte schon immer gut teilen und etwas hergeben – oft sogar das, was ich selbst gerade dringend gebraucht hätte, wobei ich dabei nicht zwischen materiellen oder immateriellen Güter unterschieden habe. Die Empfänger sind oft Menschen, die mir besonders nah oder wichtig sind.

Jetzt heißt es jedoch: Aufmerksamkeit und Energie zielgerichtet einsetzen und den Menschen zur Seite zu sein, die es wirklich brauchen, ohne dabei auf die persönlichen Vorlieben, Befindlichkeiten oder den eventuellen ROI an Sympathie, Beziehungsqualität oder nur Selbstzufriedenheit durch gelebte Fürsorge zu denken.

Meine Vermutung ist, wir stehen noch sehr am Anfang jeder Form von erkennbarem Leid und Drama. Wir stecken ebenso noch in den Kinderschuhen jedweder Idee von Hilfestellung zum Leben und Überleben.

Machen Sie mit. Wenn Sie über die Geschehnisse der letzten Tage, Wochen, Monate nachdenken, finden Sie Ansatzpunkte, die sich leicht aktivieren lassen.

 

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